Autor*innen: Meyer, G.; Flaiz, B. | Zeitschrift: Dr. med. Mabuse | Jahrgang: 51 | Heft: 3 | Seiten: 31 bis 34 | Erscheinung: 18.08.2026 | DOI: 10.3936/dmm_artid47763390
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Abstract
Die psychische Gesundheit ist in unserer Gesellschaft längst kein Randthema mehr. Pandemie, Klimakrise, geopolitische Spannungen und soziale Verunsicherung wirken als Dauerstressoren auf Individuen, Familien und Gemeinschaften ein. Daher ist es wenig überraschend, dass in Deutschland ein deutlicher Anstieg psychischer Erkrankungen zu verzeichnen ist.¹ Daraus resultierende Folgen sind mittlerweile in allen Versorgungsbereichen spürbar.² Dabei zählen Depressionen sowie Angst- und Belastungsstörungen im Rahmen der Krankheitslastberechnung zu den häufigsten Erkrankungen und rangieren – gemessen an ihrer Prävalenz – noch vor vielen somatischen Krankheitsbildern.³ Ebenfalls verdeutlicht das seit 2019 am Robert Koch-Institut durchgeführte Mental Health Surveillance (MHS), das darauf abzielt, psychische Belastungen in der Bevölkerung kontinuierlich, indikatorenbasiert und evidenzbasiert zu erfassen, dass das Niveau psychischer Beanspruchung auch nach dem Abklingen akuter pandemischer Belastungen hoch bleibt⁴ und alle Versorgungsbereiche betrifft.² Längst ist die Gesundheitsversorgung nicht mehr nur durch den medizintechnischen Fortschritt, die Digitalisierung und die Folgen der demographischen Entwicklung sowie einer Zunahme an Multimorbidität bei Patient*innen geprägt. Vielmehr stellen die zunehmenden psychischen Krisen, Delirien, suizidalen Krisen sowie komplexen Belastungslagen, die sich über alle Versorgungsformen hinweg vorfinden, eine der wesentlichen Herausforderungen dar, auf die es zu reagieren gilt. Damit steht die Frage im Raum, wie die Gestaltung einer resilienten Gesundheitsversorgung aussehen kann? Dabei umfasst Resilienz im Gesundheitswesen mehr als die reine Belastbarkeit. Eine resiliente Gesundheitsversorgung umfasst Lernfähigkeit, Anpassungsfähigkeit und professionelle Handlungssicherheit unter Bedingungen permanenter Unsicherheit⁵. Dementsprechend richtet sich der Fokus dieses Beitrags zunächst auf die Betrachtung der Herausforderungen, um darauf aufbauend eine Perspektive zu entfalten, die für die verstärkte Etablierung von Bildung als Bestandteil einer resilienten Gesundheitsversorgung plädiert.⁴,⁵,⁶.
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