Ethikbegutachtung in der qualitativen Versorgungsforschung

klinikum heidelbergSehr geehrte Damen und Herren, liebe Kolleginnen und Kollegen,

die Ethikbegutachtung ist in der Versorgungsforschung ein wichtiger Standard. Ziel dieser Befragung ist es, einen Überblick über die Praxis der Ethikbegutachtung qualitativer Forschungsprojekte in der Versorgungsforschung zu erlangen. Die Ergebnisse sollen einen Beitrag zur Diskussion über die Ethikbegutachtung qualitativer Forschung leisten. Wir möchten Sie daher um Ihre Einschätzungen zu und Erfahrungen mit Ethikbegutachtungen bitten. Die Online-Befragung wird ca. 10-15 Minuten in Anspruch nehmen. Wir möchten Sie bitten, nach Möglichkeit alle Fragen zu beantworten. Es gibt kein Zeichenlimit: Die Fragen können so ausführlich beantwortet werden, wie es Ihnen sinnvoll erscheint. Grundsätzlich ist aber auch ein Überspringen der meisten Fragen möglich. Die Daten werden anonymisiert ausgewertet und vertraulich behandelt. Die Studie wird auf der Grundlage der Bestimmungen des deutschen Bundesdatenschutzgesetzes durchgeführt. Damit wird die Sicherheit Ihrer Daten gewährleistet. Mit dem Absenden am Ende der Befragung stimmen Sie der Teilnahme an unserer Umfrage, den Datenschutzbestimmungen und der wissenschaftlichen Auswertung der hier erfassten Daten zu.

Link zur Befragung: https://heisurvey.de/index.php/724296?lang=de

Mit freundlichen Grüßen,

Gruppe Forschungsethik,
AG Qualitative Methoden im DNVF (Deutsches Netzwerk Versorgungsforschung)

Kerstin Kremeike (UK Köln), Saskia Jünger (Universität zu Köln), Christine Preiser (Universität Augsburg, UK Tübingen), Charlotte Ullrich (Ansprechpartnerin, UK Heidelberg) und Margret Xyländer (Universität Bielefeld)

Ethikkommission muss Pflege entlasten

DBfK Nordwest begrüßt unabhängiges Gremium

In Hannover fand am 17. Juni 2019 die konstituierende Sitzung der Ethikkommission der Pflegekammer Niedersachsen statt. Die Ethikkommission wird sich mit ethischen Fragen und Problemstellungen beschäftigen, die sich aus dem Aufgabenbereich der Pflegenden ergeben. Das beinhaltet auch die Reflexionen über die Rolle der Pflegenden in den Versorgungsbereichen. Die Ethikkommission gilt neben der Berufsordnung als zentrales Element der Professionalisierung der Pflegefachberufe.

„Es ist sehr gut, dass die Pflegekammer Niedersachsen die Einrichtung der Ethikkommission priorisiert hat, denn jeden Tag müssen Pflegende herausfordernde ethische Entscheidungen treffen.“ sagt Dr. Martin Dichter, Vorsitzender des DBfK Nordwest. Hervorzuheben sei die Unabhängigkeit der Ethikkommission bei der Fallbewertung. Nur so könne sichergestellt werden, dass bei der Beurteilung von ethischen Fragestellungen das Interesse der Pflegende an erster Stelle steht. Unabdingbare Voraussetzung für die Errichtung der Ethikkommission ist jedoch die Pflegekammer Niedersachsen, deren positive Wirkung zur Unterstützung der Pflegefachpersonen bei ihrer Berufsausübung und zur Entwicklung des Berufs Pflege einmal mehr deutlich wird.

Vor dem Hintergrund der oft katastrophalen Arbeitsbedingungen in der beruflichen Pflege wird der Ethikkommission aber auch die Aufgabe zufallen, gute Pflege in Zeiten schlechter Bedingungen zu definieren. Es besteht auch die Erwartung an die Ethikkommission, die Pflegefachpersonen im Rahmen ihrer Möglichkeiten zu entlasten. So müssen sich die Kommissionsmitglieder sehr unmittelbar mit der Arbeitsrealität beruflich Pflegender befassen und Arbeitsbedingungen fordern, unter denen eine würdevolle Versorgung möglich ist.

Da die Mitglieder der Ethikkommission nicht nur aus der Pflege kommen, sondern verschiedene gesellschaftliche Bereiche repräsentieren, können hier Erwartungen und Wirklichkeit gut miteinander abgeglichen werden. Die Ergebnisse der Kommission müssen daher von allen Gesellschaftsbereichen zur Kenntnis genommen werden. Der DBfK Nordwest wird seinen Teil dazu beitragen, die Ethikkommission zu unterstützen. Besonderer Dank gilt allen Kommissionsmitgliedern für ihre Bereitschaft, diese Aufgabe anzunehmen, hier vor allem den Vorsitzenden Lutz Schütze und Hendrik Graßme, denen wir zur Wahl gratulieren und viel Erfolg wünschen.

www.dbfk.de

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Hommage an Elisabeth Kübler-Ross

1969, vor einem halben Jahrhundert, erschien das Buch „On Death and Dying – Interviews mit Sterbenden“, das Standardwerk der Sterbeforscherin Elisabeth Kübler-Ross

Als Hommage an die verstorbene Pionierin der Hospizbewegung, die bis heute als besonders inspirierend gilt und eine Art Vorbildfunktion innehält, findet anlässlich des 50jährigen Erscheinens ihres Buches eine Veranstaltung mit einem Vortrag von Professor Dr. med. Dr. h.c. Christoph Student und einem Podiumsgespräch, moderiert von Martin Klumpp statt.

Zielgruppe: alle Interessierten

Veranstalter: Bildungszentrum Hospitalhof Stuttgart, Hospizverlag und die Elisabeth-Kübler-Ross-Akademie

Termin: Montag, den 01. Juli 2019

Uhrzeit: 18:00 - 21:00 Uhr

Ort: Bildungszentrum Hospitalhof Stuttgart, Büchsenstr 33

Kosten: 10€ Abendkasse

Weitere Informationen finden Sie hier: https://www.elisabeth-kuebler-ross-akademie.de/sonderveranstaltungen/

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