Die Tracht der Kaiserswerther Schwestern: Von der Standeszur Berufsbekleidung
Büttner, A.
Geschichte der Gesundheitsberufe · 2022 · Heft 1 · S. 47 bis 61 · DOI 10.3936/docid233841
Abstract
Die Tracht der Kaiserswerther Schwesternschaft entstand aus der Notwendigkeit heraus, den Diakonissen durch ihre Kleidung einen moralisch einwandfreien Ruf in der Öffentlichkeit zu sichern. Dies gelang durch die Übernahme der Kleidung der verheirateten Bürgersfrau. Sie war eine Standesund keine Berufsbekleidung. Über einhundert Jahre blieb sie unverändert bestehen. Auch neue hygienische Anforderungen der Medizin führten keinen Wandel herbei, ihnen wurde zu Beginn des 20. Jahrhunderts lediglich oberflächlich durch das darüberziehen einer Schürze entsprochen. Eine Berufsbekleidung für die Pflege entstand außerhalb konfessioneller Schwesternschaften und wurde von diesen nur zögerlich übernommen.
Zusammenfassung
Die Tracht der Kaiserswerther Schwesternschaft wurde entwickelt, um den Diakonissen einen moralisch einwandfreien Ruf zu geben. Ursprünglich basierte sie auf der Kleidung verheirateter Frauen des Bürgertums, wurde jedoch über die Jahre zu einer festen Uniform. Neue hygienische Anforderungen wurden erst spät berücksichtigt, indem beispielsweise Schürzen hinzugefügt Die Tracht der Diakonissen hatte eine wichtige Funktion als Uniform und Zeichen der Zugehörigkeit zu einer bestimmten Gemeinschaft. Sie wurde im Laufe der Zeit zum unveränderlichen Markenzeichen der Diakonissenschwesternschaft. Die Tracht war nicht nur äußerlich, sondern auch symbolisch wichtig, da sie Disziplin und Gemeinschaftssinn förderte. Die Autorität des Mutterhauses dikti Die Tracht der Kaiserswerther Schwesternschaft entstand aus der Notwendigkeit, den Diakonissen durch ihre Kleidung einen moralisch einwandfreien Ruf in der Öffentlichkeit zu sichern. Im Laufe der Zeit veränderte sich die Tracht geringfügig, bis sie im 19. Jahrhundert den Charakter einer Uniform annahm. Nach dem Zweiten Weltkrieg und aufgrund rückläufiger Die Diakonissen trugen spezielle Kleidung, die ihre Identität als Mitglieder der Gemeinschaft betonte. Die Kleidung diente auch als Schutz vor Kontamination. Es gab Vorschriften zur Arbeitskleidung und Hygienebekleidung im Gesundheitswesen. Die Diakonissen trugen Trachten, die ihr Selbstverständnis und ihre Rolle in der Diakonie widerspiegelten.
Schlagwörter
PFLEGE; GESCHICHTE; KRANKENPFLEGE; ENTWICKLUNG; SCHWESTERNSCHAFT; HAUSORDNUNG; BERUFSKLEIDUNG; ZEIT; HAND;
