RefHunter – Manual zur Literaturrecherche in Fachdatenbanken der Gesundheitswissenschaften

RefHunterRefHunter – Manual zur Literaturrecherche in Fachdatenbanken der Gesundheitswissenschaften

Der Name „RefHunter“ ist eine Abkürzung für Reference Hunter (sinngemäß ins Deutsche übersetzt Referenzenjäger) und deutet bereits auf den Schwerpunkt des Projektes hin: Es geht um das Auffinden von geeigneten Referenzen mittels systematischer Literaturrecherche.
In den Gesundheits-, Pflege- und Therapiewissenschaften sowie der Medizin besitzen Literaturrecherchen im Hinblick auf ihre Umfänglichkeit, Transparenz und Objektivität einen hohen Stellenwert. Die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit einem Thema erfordert die systematische Auswertung der verfügbaren Literatur. Unter den verschiedenen Möglichkeiten der Literaturrecherche in der heutigen Zeit nimmt besonders die Datenbankrecherche eine bedeutende Rolle ein. Für Forschende der gesundheitswissenschaftlichen Disziplinen existieren mittlerweile viele, teilweise themen- und berufsfeldspezifische Fachdatenbanken, die ein breites Spektrum an vorhandener Evidenz beinhalten.
Diese Vielfalt führt jedoch zu einer zunehmenden Unübersichtlichkeit, da der Umgang mit unterschiedlichen Datenbanken mitnichten einheitlich ist. Vielmehr verfügt jede über eigene Funktionen und Bedienungsmodalitäten, die längst nicht immer selbsterklärend sind. Für eine methodisch hochwertige Literaturrecherche ist es jedoch unerlässlich, die Eigenheiten der ausgewählten Datenbanken zu kennen und die Suchstrategie daran anzupassen. Die nötige Einarbeitung dazu erfordert viel Zeit und Mühe, da die Hinweise diesbezüglich oft ungeordnet, unklar und fragmentarisch dargestellt sind. Zudem existieren kaum Anleitungen für den Umgang mit einzelnen Fachdatenbanken, da die meisten Informationen zum Thema Literaturrecherche eher allgemein gehalten sind.
Das Projekt RefHunter dient daher dazu, eine Nische auszufüllen und ein Manual zum Thema Datenbankrecherche zur freien Verfügbarkeit bereitzustellen. Zentraler Bestandteil dieses Manuals sind Informationsblätter zu den einzelnen Fachdatenbanken, in denen deren Inhalte, Funktionen und Spezifika übersichtlich abgebildet sind. Die einheitliche und kompakte Darstellung der Informationen in Tabellenform dient einerseits der besseren Orientierung, ermöglich andererseits aber dennoch eine spezifische Ausgestaltung, um den Besonderheiten der jeweiligen Datenbank gerecht zu werden.
Von jedem Informationsblatt wird zunächst ein Entwurf von einer Fachperson erstellt und anschließend von einer anderen Fachperson begutachtet. Dieser Entwurf wird so lange diskutiert bzw. überarbeitet, bis ein Konsens erreicht ist und das fertige Blatt ins Manual aufgenommen werden kann. Es ist vorgesehen, die Informationsblätter im Abstand von zwei Jahren oder bei bedeutenden Veränderungen der jeweiligen Datenbank zu aktualisieren. Abgesehen von der Einrichtung der Homepage, die vom Institut für Gesundheits- und Pflegewissenschaft der Medizinischen Fakultät der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg finanziert wurde, fallen keine weiteren Kosten für das Projekt an. Es liegen zudem keinerlei Interessenkonflikte bei den Autoren oder Mitarbeitenden vor.
Melden Sie sich gerne via Mail bei uns, wenn Sie weitere Fragen zum Projekt haben. Wir hoffen, mit RefHunter einen Beitrag für eine einheitliche und methodisch hochwertige Vorgehensweise bei Literaturrecherchen in den Gesundheitswissenschaften zu leisten.

https://refhunter.eu/


 

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FIT-Nursing Care: Aktuelles Forschungswissen in der Pflege
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Julian Hirt, MSc | Wissenschaftlicher Mitarbeiter | Fachstelle Demenz | +41 71 226 15 36

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Umfrage für Online-Studie: Sexuelle Belästigung und Gewalt im Gesundheits- und Sozialwesen

Uni HamburgUmfrage für Online-Studie: Sexuelle Belästigung und Gewalt im Gesundheits- und Sozialwesen

In ihrem Arbeitsalltag stehen Beschäftigte in der Pflege in engem Kontakt zu betreuungs- oder pflegebedürftigen Menschen. Im Umgang mit PatientInnen, KlientInnen oder BewohnerInnen kann es im Berufsalltag zu schwierigen Situationen kommen, in denen ihre persönlichen Grenzen überschritten werden und Sie sexuelle Belästigung/Gewalt erfahren.
Im Rahmen einer Studie am psychologischen Institut der Universität Hamburg beschäftigen wir uns deshalb mit dem Thema sexuelle Belästigung/Gewalt im Gesundheits- und Sozialwesen, ausgehend von PatientInnen/KlientInnen/BewohnerInnen oder deren An-und Zugehörigen. Teil dieser Online-Studie ist, erstmalig einen Fragebogen einzusetzen, der diese Thematik erfasst und darüber hinaus die Auswirkungen auf die Gesundheit der Beschäftigten untersucht. Mit Ihrer Unterstützung können wir dieses Thema erstmalig erforschen, um dann im nächsten Schritt präventive Maßnahmen entwickeln zu können.

Als Dankeschön für die Teilnahme verlosen wir unter den TeilnehmerInnen 25 Amazon-Gutscheine à 20€ im Gesamtwert von 500€.
Außerdem erhalten alle Teilnehmenden Informationen zu den Ergebnissen unserer Studie.

Wir wären Ihnen sehr dankbar, wenn Sie die Studie inkl. Studienlink unter allen Pflegekräften bekannt machen könnten. Die Bekanntgabe kann dabei individuell über Email-Listen, Homepage, Zeitschriften, Facebook etc. gestaltet werden.


Der Studienlink lautet:
https://ww3.unipark.de/uc/uni_hh_sex_gewalt/?a=
(Hinweis: Bitte kopieren Sie ggf. den gesamten Link und geben Sie ihn in die Adresszeile Ihres Browsers ein.)


Hinweise zur Teilnahme und zum Datenschutz:
- Die Studienteilnahme ist freiwillig und anonym. Rückschlüsse auf Einzelpersonen sind nicht möglich.
- Die Daten werden ausschließlich zu wissenschaftlichen Zwecken verwendet.

Bei Fragen können Sie sich gerne mit uns in Verbindung setzen.
Vielen Dank!


Dr. Sylvie Vincent-Höper (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.)
Psych. Cand. Lisa Schmidt (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.)

Private Universität Witten/Herdecke gGmbH
Alfred-Herrhausen-Straße 50
D - 58448 Witten

BLPR-Frühjahrsakademie: Ein Masterplan für die Pflege muss her

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Politik muss professionelle Pflege als gleichberechtigen Verhandlungspartner akzeptieren / Maßnahmen bislang nur Tropfen auf den heißen Stein
München, 08. Februar 2018 – Rund 250 Pflegende hatten sich am Dienstag, den 6. Februar, zur Frühjahrsakademie des Bayerischen Landespflegerats (BLPR) im Senatssaal des Maximilianeums versammelt, um sich unter dem Tagesmotto „WIR Pflegenden haben die Wahl!“ über die berufspolitische Situation zu informieren und mit Vertretern der bayerischen Landespolitik die aktuelle Lage intensiv zu diskutieren. Die Fachvorträge, aber auch die individuellen Darstellungen und damit verknüpfte Fragen aus dem Plenum zeigten klar: Die Zeit zu handeln ist jetzt! Geht es um die Versorgungssicherheit ist es 5 nach 12. „Die Politik hatte die berufliche Pflege noch immer nicht erkennbar auf ihrer Agenda. Im Bundeswahlkampf hatte nicht eine Partei konkrete Maßnahmen und Konzepte in ihrem Programm. Erst als ein junger Pflegeschüler die Kanzlerin vor laufenden Fernsehkameras mit der prekären Lage unserer Berufsgruppe konfrontierte, schien sich die Wahrnehmung zu verändern. Sollen wir uns jetzt ernsthaft mit 8.000 neuen Stellen in der Pflege zufrieden geben? Sowohl auf bundes- wie auch auf landespolitischer Ebene muss zwingend ein Masterplan für die Pflege etabliert werden. Dafür muss die Profession als gleichberechtigter Partner mit an den Tisch“, stellt Generaloberin Edith Dürr, Vorsitzende des BLPR und des Verbandes der Schwesternschaften vom Roten Kreuz in Bayern, fest und warnt angesichts der bevorstehenden Landtagswahlen: „Ein Weiter-so geht nicht, sonst ist die Patientenversorgung in höchstem Maße gefährdet.“

Die bei der Frühjahrsakademie diskutierten Bedingungen und Maßnahmen können aus Sicht des BLPR als Basis für einen Masterplan Basis dienen: Die Trennung der Sektoren in Kranken-, Kinderkranken- und Altenpflege muss zunächst aufgehoben werden, um den Gesamtblick auf die berufliche Pflege zu ermöglichen. Dementsprechend ist eine Angleichung der Löhne in der Altenpflege dringend geboten. Pflegespezifische Forschungsprogramme und der Ausbau der akademischen Ausbildung müssen ebenso gefördert werden wie die Digitalisierung. So müsse der Pflege ein gesicherter Zugang zur elektronischen Krankenakte ermöglicht werden. Eine stärkere Einbindung in die Primärversorgung und die damit verbundene Verteilung medizinischer Aufgaben ist eine Kernforderung der Pflegenden, denn nur so kann das Einbringen der Fachexpertise gewährleistet werden. Gleichzeitig bringe das die Anerkennung als Leistungserbringer – als reiner Kostenfaktor dürfe die Pflege nicht mehr gelten. Um die Umsetzung dieser Maßnahmen zu finanzieren, müssen zwingend Steuermittel eingesetzt werden. Laut Prof. Dr. Michael Isfort vom Deutschen Institut für angewandte Pflegeforschung, sind Investitionen von rund 10 Milliarden Euro erforderlich, um bundesweit die dringend benötigten 100.000 Pflegestellen aufzustocken. Die bereits angestoßene Pflegeberufereform muss finanziell so ausgestattet werden, dass Qualitätsstandards nicht herabgesetzt werden.

Den Fachvorträgen folgte eine Podiumsdiskussion zum Thema „Landtagswahl 2018 – Taten statt Versprechungen“, in der sich die gesundheits- und pflegepolitischen Sprecher der bayerischen Landtagsfraktionen auch den Fragen aus dem Plenum nach konkreten Vorschlägen der Parteien zu Lösungsansätzen stellten. Parteiübergreifend war man sich mit der professionellen Pflege einig, dass der Handlungsbedarf groß und weder überraschend noch unerwartet ist. Doch klare Rezepte konnte keiner liefern. Zum Abschluss hielt die BLPR-Vorsitzende Edith Dürr noch einmal fest: „ Den jahrzehntelangen Versäumnissen der Politik kann man nicht in wenigen Monaten gegensteuern. Die Verantwortlichen müssen sich jetzt fragen, wie lange der Mangel noch verwaltet werden kann und eine Gefährdung der Patientenversorgung in Kauf genommen werden muss. Wir können der Politik nur anbieten: Hören Sie den Ideen der Profession zu. Wir wissen wo die Probleme liegen und sind stets im Dialog, um gangbare Lösungen zu finden.“

Bild: BLPR-Vorsitzende Edith Dürr begrüßte 250 Pflegende zur traditionellen Frühjahrsakademie des Bayerischen Landespflegerats.


Wer ist der BLPR?
Der Bayerische Landespflegerat BLPR, vormals BAY.ARGE, fördert die Alten-, Gesundheits- und Krankenpflege sowie die Gesundheits- und Kinderkrankenpflege, bündelt die berufspolitischen Aktivitäten seiner 17 Mitgliedsverbände und vertritt deren Positionen und Anliegen in der Öffentlichkeit. Der BLPR ist ein Zusammenschluss von eigenständigen Berufsverbänden, Schwesternschaften und Berufs- und Pflegeorganisationen. Wie auf Bundesebene der Deutsche Pflegerat vertritt der BLPR auf Länderebene die Pflegeberufe. Der BLPR, als Bayerische Arbeitsgemeinschaft zur Förderung der Pflegeberufe BAY.ARGE gegründet, besteht seit 70 Jahren und ist damit der älteste Landespflegerat.



Pressekontakt:
Anke Röver
(089) 1303-1613
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.
Information:
Bayerischer Landespflegerat (BLPR)
Vorsitzende Frau Generaloberin Edith Dürr
Schwesternschaft München vom BRK e.V.
Rotkreuzplatz 8
80634 München
www.bayerischer-landespflegerat.de

Mitgliedsverbände:
BeKD - Berufsverband f. Kinderkrankenpflege in Deutschland e.V.
BLGS e.V. - Bundesverband Lehrende Gesundheitsberufe u. Sozialberufe e.V., Landesverband Bayern
Bundesverband Pflegemanagement e.V., LG Bayern
Caritas-Gemeinschaft für Pflege- u. Sozialberufe Bayern e.V.
Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin, Landesvertretung Bayern, Sektion Pflege
Deutscher Berufsverband f. Pflegeberufe, DBfK Südost, Bayern-Mitteldeutschland e.V.
Deutscher Pflegeverband e.V.
DGF - Deutsche Gesellschaft für Fachkrankenpflege und Funktionsdienste e.V.
Evangelische Pflegegemeinschaften
Förderverein zur Gründung einer Pflegekammer in Bayern e.V.
Kath. Pflegegemeinschaften und Pflegeorden
Kath. Pflegeverband e.V.
LAG Landesarbeitsgemeinschaft Bayer. Berufsfachschulen f. Altenpflege, LG Bayern
VBH - Verband Bayer. Heimleiterinnen u. Heimleiter e.V.
VdPPsych - Verband der Pflegedienstleitungen Psychiatrischer Kliniken Bayern e.V.
Verband der Schwesternschaften vom Roten Kreuz in Bayern e.V.
VPU - Verband der PflegedirektorInnen der Universitätsklinika e.V.