NQA: neue Broschüre zur Digitalisierung in der Pflege

DigitalisierungNQA: neue Broschüre zur Digitalisierung in der Pflege

Eine Handlungshilfe für die Wissensarbeit der Zukunft

Die Broschüre gibt einen Einblick zu vier möglichen Anwendungsfeldern (Elektronische Pflegedokumentation, Technische Assistenzsysteme, Telecare, Robotik) der Digitalisierung in der Pflege, zu deren Potenzialen, aber auch Herausforderungen. Im Fokus steht hierbei immer die Perspektive der professionell Pflegenden und die Frage, wo und wie Digitalisierung und Vernetzung einen Beitrag dazu leisten können, den Arbeitsalltag zu erleichtern, ihn sicherer und selbstbestimmter zu machen. Es geht um Gestaltungsaufgaben und Gestaltungschancen – für eine zukunftsfähige Pflege und gesundheitsförderliche Arbeitsbedingungen.

In einem Gemeinschaftsprojekt „Pflege 4.0“ befassten sich die Offensive Gesund Pflegen und die Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW) mit der Zukunft der Arbeit im Pflegesektor. Vor dem Hintergrund des vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) in den Jahren 2015 bis 2017 durchgeführten Dialogprozesses „Arbeiten 4.0“, bei dem die Auswirkungen der Digitalisierung auf die Arbeitswelt im Allgemeinen untersucht und diskutiert wurden, standen die Entwicklungen in der professionellen Pflege im Fokus.

Download Digitalisierung in der Pflege (Februar 2018)

Deutscher Pflegepreis ­– Strahlende Gewinner und bewegende Projekte

PflegepreisDeutscher Pflegepreis ­– Strahlende Gewinner und bewegende Projekte

Berlin, 14. März 2018 – Der Deutsche Pflegepreis 2018 wurde während einer festlichen Gala in sechs Kategorien im Wintergarten Varieté in Berlin verliehen.
In diesem Jahr erhält Karl-Josef Laumann, Minister für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen, den Deutschen Pflegepreis des DPR.
Die Fernsehmoderatorin und Schauspielerin Sophie Rosentreter erhält für ihr Engagement und ihren öffentlichen Einsatz den „Freundespreis der Pflege“.
Gute Stimmung im Berliner Wintergarten Varieté am Abend des 14. März 2018: Spannungsvoll erwarteten die 180 geladenen Gäste die Verleihung des Deutschen Pflegepreises, der im Rahmen des Deutschen Pflegetags in Berlin verliehen wurde.
In insgesamt sechs Kategorien würdigt der Deutsche Pflegepreis als höchste nationale Auszeichnung in diesem Bereich die Vielfalt der Pflege. Verliehen werden der „Deutsche Pflegepreis“ sowie Preise in den Kategorien „Botschafter“, „Nachwuchs“, „Praxis“, „Innovation“ und „Freund der Pflege“. „Mit den Preisen werden Menschen und Projekte ausgezeichnet, die einen bedeutsamen Beitrag zu einer besseren Versorgung geleistet haben, die sich für das Thema Pflege engagieren und für das Wohl von Pflegenden und Patienten einsetzen. Das reicht vom Lebenswerk bis zum konkreten Projekt“, so Franz Wagner, Präsident des Deutschen Pflegerats e.V. (DPR). Die Preise sind mit einer Gesamtsumme von 24.000 Euro dotiert.

Die Preisträger

Der Deutsche Pflegepreis, verliehen vom DPR, geht in diesem Jahr an Karl-Josef Laumann, Minister für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen. Als erster Pflegebevollmächtigter der Bundesregierung (2014 - 2017) und zugleich Staatssekretär im Bundesgesundheitsministerium hat Karl-Josef Laumann die Pflegepolitik in der letzten Legislaturperiode geprägt und ihr eine starke Stimme gegeben. Beispielhaft zu nennen sind sein großer Einsatz zur Entbürokratisierung der Pflegedokumentation, für das Pflegeberufereformgesetz, für die Mitbestimmung der Pflegefachpersonen in Pflegekammern sowie für mehr Pflegepersonal und eine bessere Bezahlung. DPR-Präsident Franz Wagner: „Karl-Josef Laumann ist die Wertschätzung der professionell Pflegenden und die Anerkennung ihrer Arbeit besonders wichtig. Dies alles mit einem aufrichtigen Blick für deren Bedürfnisse. Die Pflege in Deutschland ist dank ihm ein gutes Stück vorangekommen.“ Laumann zeigt sich von der Preisverleihung geehrt: „Ich freue mich sehr über den Deutschen Pflegepreis. Dafür danke ich dem Deutschen Pflegerat von ganzem Herzen. Die Auszeichnung erfüllt mich mit Stolz. Vor allem aber ist sie für mich Ansporn, sich auch weiterhin für die Pflegebedürftigen, ihre Angehörigen und natürlich vor allem auch für die Pflegekräfte einzusetzen. Denn sie sind es, die sich täglich um eine gute Pflege in Deutschland kümmern und denen der Preis eigentlich gebührt.“

Die Fernsehmoderatorin und Schauspielerin Sophie Rosentreter erhält für ihr Engagement und ihren öffentlichen Einsatz im Themenfeld Pflege den Deutschen Pflegepreis in der Kategorie „Freund der Pflege“ verliehen von der Schlüterschen Verlagsgesellschaft. „Sophie Rosentreter setzt sich aus persönlichen Erfahrungen heraus für demenzkranke Menschen ein. Durch ihr Engagement entstand die Idee, mit „Ilses weite Welt“ Filme zu entwickeln, die auf die Bedürfnisse von Menschen mit Demenz zugeschnitten sind. Sie rückt die Krankheit des Vergessens ins Bewusstsein der Gesellschaft – das wollen wir mit dem Preis honorieren“, betont Lutz Bandte, Geschäftsführer der Schlüterschen Verlagsgesellschaft und Mitglied der Jury. Sophie Rosentreter: „Ich freue mich riesig, ein Freund der Pflege zu sein und über die Würdigung meiner Arbeit. Heute setzte ich mich für Aufklärung und ein neues Bild der Pflege und des Alterns in unserer Gesellschaft ein. Ich möchte in einer Gesellschaft leben, in der Alter, Krankheit und Tod Teil des Lebens sind und einen Platz in unserer Mitte haben!“

In der Kategorie „Praxis" wurde der HARTMANN Pflegepreis verliehen. Dieser geht an das Krankenhaus der Barmherzigen Brüder Trier, das durch ein strukturiertes Entlassungsgespräch Patienten sehr gezielt auf die Zeit nach dem Krankenhaus vorbereitet. Weitere Preisträger sind das Diakonissen-Stiftungskrankenhaus Speyer sowie die Karl-Heinz-Howe-Simon-Fiedler-Stiftung in Zusammenarbeit mit dem Städtischen Krankenhaus Kiel. Die drei prämierten Projekte zeichnen sich durch eine sektorenübergreifende Zusammenarbeit aus. Mediziner und Pflegefachkräfte kommunizieren und arbeiten auf Augenhöhe – zum Wohle jedes einzelnen Patienten.
„Die ausgezeichneten Projekte sind praxiserprobt und zeigen, wie professionelles Entlassungsmanagement gelingen kann, denn wir wissen um den Aufwand für die Kliniken“, sagt Raimund Koch, gesundheitspolitischer Sprecher von PAUL HARTMANN DEUTSCHLAND. Mit der Auszeichnung setzt sich HARTMANN für die Aufwertung des Pflegeberufs in der Gesellschaft und seine Anerkennung als gleichwertige Profession zu anderen Berufsgruppen im Gesundheitswesen ein.

Der Deutsche Pflegepreis in der Kategorie „Nachwuchs", verliehen von der BGW, geht an ein Azubi-Team aus Bayern: Sebastian Franz, Antonia Lutz und Marlene Michael von der Krankenpflegeschule der Klinikum Bayreuth GmbH erhielten die Auszeichnung für eine innovative Pflegejacke. Die wärmende Pflegejacke soll „ein erhöhtes Infektionsrisiko durch die hypothermische Schwächung des Immunsystems“ verringern, wie es in der Ideenbeschreibung heißt. Grundgedanke: Wer bei der Arbeit nicht friert, wird seltener krank. Mit ihrer Idee und einem selbst geschneiderten Prototypen überzeugten sie die Jury der Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW). „Das Team hat sich mit einer konkreten Lösungsidee für ein selbst erkanntes Alltagsproblem ins Zeug gelegt“, lobt Jurymitglied Dr. Sascha Schmidt, Präventionsexperte der BGW und selbst Pflegeprofi.

Der mit 10.000 Euro dotierte Deutsche Pflegepreis in der Kategorie „Innovation“, verliehen von der Sparkassen - Finanzgruppe, geht dieses Jahr an das Quartiersprojekt „Gemeinsam in Steinheim – GeiSt“. GeiSt hat eine gelungene Kooperation mit der Stadt und ihren Bürgern auf den Weg gebracht; den Bewohnern bietet das innovatives Quartiersmanagement individuell angepasste Pflege- und Betreuungsmöglichkeiten sowie zahlreiche Freizeitangebote. „Mit dem Pflegeinnovationspreis wollen wir vorbildhafte Projekte wie GeiSt sichtbar machen und gleichzeitig zur Nachahmung empfehlen“, sagt Helmut Schleweis, Präsident des Deutschen Sparkassen- und Giroverbands. „Mit der Union Krankenversicherung als starker Partner der Sparkassen übernehmen wir so Verantwortung für dieses wichtige Zukunftsthema.“

Der Deutsche Pflegepreis in der neuen Kategorie „Botschafter der Pflege“, verliehen von der BVUK., geht an Margarete Albrecht aus Bielefeld. Aus den zahlreichen Bewerbungen sprach sich die Jury mit großer Einigkeit in diesem Jahr für die Primäre Pflegekraft aus, die seit 15 Jahren am Evangelischen Klinikum Bethel in Bielefeld tätig ist. Ausschlaggebend waren für die Jury besonders zwei Punkte: Margarete Albrecht hat sich in ihrem Beruf kontinuierlich weiterentwickelt und nach ihrer Ausbildung zur Gesundheits- und Kinderkrankenschwester ein Studium absolviert, das sie als „Bachelor Pflege“ abschloss. Zudem ist sie als studierte Pflegende weiterhin in der direkten Patientenversorgung tätig und befindet sich im engen Kontakt zu Kindern, Eltern und Angehörigen. Durch ihre herausragende Persönlichkeit und ihre berufliche Laufbahn ist Margareta Albrecht Vorbild für junge Pflegende und zeigt, wie vielfältig dieser Beruf sein kann: Neben ihrer Tätigkeit als Pflegekraft, lehrt sie an der Fachhochschule der Diakonie und engagiert sich darüber hinaus für die Kinder und Jugendlichen in ihrer Kirchengemeinde.

Moderiert wurde der Abend von Andrea Kaiser. Zwischen den Verleihungen spielte das Wintergarten Varieté kurze Ausschnitte aus dem aktuellen Programm. Unter den Gästen befanden sich neben Experten der Pflegebranche auch Jasmin Gerat als Laudatorin sowie Miriam Langenscheidt, die Sophie Rosentreter als Vorstandsmitglied von „Ilses weite Welt" in ihrer Arbeit unterstützte.

Weitere Informationen zum Deutschen Pflegepreis und zu den Preisträgern unter
www.deutscher-pflegepreis.de

Aktualisierung der Expertenstandards „Schmerzmanagement in der Pflege bei akuten Schmerzen“ und „Schmerzmanagement in der Pflege bei chronischen Schmerzen“

dnqpAktualisierung des Expertenstandards „Schmerzmanagement in der Pflege bei akuten Schmerzen“ und des Expertenstandards „Schmerzmanagement in der Pflege bei chronischen Schmerzen“

Aufruf zur Bewerbung als wissenschaftliche Leitung der Expertenarbeitsgruppe

Das DNQP hat zum pflegerischen Schmerzmanagement bisher zwei Expertenstandards, einen zu akuten und einen zu chronischen Schmerzen, erarbeitet. Die nun anstehende zweite Aktualisierung des Expertenstandards „Schmerzmanagement in der Pflege bei akuten Schmerzen“ bietet Anlass, beide Expertenstandards gemeinsam zu aktualisieren.
Für die Aktualisierung wird eine Literaturrecherche zum aktuellen Wissens- und Erkenntnisstand sowie zu pflegerelevanten Indikatoren zum Thema in Auftrag gegeben und eine Expertenarbeitsgruppe einberufen. Der Aktualisierungszeitraum erstreckt sich über ca. 18 Monate. Eine detaillierte Beschreibung des Vorgehens findet sich im Methodenpapier zur Entwicklung, Einführung und Aktualisierung von Expertenstandards und zur Entwicklung von Indikatoren zur Pflegequalität auf Basis der Expertenstandards. Das Methodenpapier steht auf der DNQPHomepage (www.dnqp.de/materialien) zum Download zur Verfügung.
Für die fachliche Leitung der Expertenarbeitsgruppe sucht das DNQP eine/einen auf diesem Gebiet ausgewiesene Wissenschaftlerin/ausgewiesenen Wissenschaftler mit umfassender Expertise zum Thema und Erfahrung in der Leitung von Projektgruppen. Die wissenschaftliche Leitung der Expertenarbeitsgruppe ist verantwortlich für das wissenschaftliche Niveau des Expertenstandards, der Kommentierungen und der Literaturanalyse sowie für die Berücksichtigung relevanter und aktueller Praxisbedingungen. Im Zusammenhang mit der Aktualisierung sollen auch Indikatoren für das interne pflegerische Qualitätsmanagement auf Basis des aktualisierten Expertenstandards entwickelt werden, weshalb Erfahrungen in diesem Bereich wünschenswert sind.
Neben der fachlichen Expertise werden die Bewerber/Bewerberinnen gebeten, eigene Interessen, Verbindungen zu Industrie und Interessenverbänden offenzulegen, um die wissenschaftliche und institutionelle Unabhängigkeit des Expertenstandards garantieren zu können.
Für die Durchführung der Literaturrecherche und die Erstellung der Literaturstudie nach anerkannten Verfahren sind zwei wissenschaftliche Mitarbeiter/Mitarbeiterinnen mit entsprechender Qualifikation einzusetzen. Entsprechende finanzielle Mittel werden hierfür durch das DNQP bereitgestellt. Die wissenschaftliche Leitung der Expertenarbeitsgruppe erfolgt ehrenamtlich, anfallende Reisekosten zu den Sitzungen werden erstattet.
Die Mitglieder einer neuen Expertenarbeitsgruppe werden in einem weiteren Bewerbungsverfahren gemeinsam mit der wissenschaftlichen Leitung ausgewählt. Hierzu erfolgt ein gesonderter Aufruf zur
Bewerbung im April 2018.

Bewerbungen werden bis zum 23.04.2018 an folgende Anschrift erbeten:

Deutsches Netzwerk für Qualitätsentwicklung in der Pflege (DNQP)
an der Hochschule Osnabrück
Wissenschaftliche Leitung: Prof. Dr. Andreas Büscher
Postfach 19 40, 49009 Osnabrück
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.
Internet: www.dnqp.de