100 Jahre Berufsfachschule für Pflege

Titel Berufsfachschule Pflege Haar 1300x600100 Jahre Berufsfachschule für Pflege

Im Oktober 1922 wurde die Berufsfachschule für Pflege in Haar eröffnet – der Beginn einer sehr erfolgreichen Geschichte. Im Herbst will das kbo-Isar-Amper-Klinikum und die Berufsfachschule, dieses besondere Jubiläum natürlich feiern. Eine Broschüre ist zur 100jährigen Geschichte bereits in Arbeit.

 

Viele Menschen in und um Haar haben ihre berufliche Karriere in der Berufsschule begonnen, andere haben dort gearbeitet.  Vielleicht kennt jemand noch Kolleginnen und Kollegen, die dort „gelernt“ haben und nun bereits im wohnverdienten Ruhestand sind. Oder andere Kolleginnen und Kollegen, die in Haar gelernt haben und inzwischen umgezogen sind. “Wir suchen derzeit nach alten Fotos, Dokumenten und Geschichten aus dieser 100jährigen Geschichte. Falls Sie Bilder, Dokumente und anderes besitzen und mit uns teilen wollen, freuen wir uns sehr”, so der Aufruf der Klinik. Wenn jemand etwas beisteuern kann, kann er dies gerne per Mail (an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.) oder per Post an das kbo-Isar-Amper-Klinikum, Henner Lüttecke, Stabsstelle Öffentlichkeitsarbeit, Vockestraße 72 in Haar, schicken. Den Absender nicht vergessen.  Soweit Corona dies zulässt, kann man auch persönlich vorbei kommen.


 Originalartikel: https://b304.de/100-berufsfachschule-fuer-pflege-in-haar/

Digitale Gedenkfeier für die deportierten und ermordeten Patientinnen und Patienten

ddf18. Jan. 2022 | Übertragung per Livestream | 11:00 Uhr

 

Am 18. Januar 2022 jährt sich zum 82. Mal der erste Transport von 25 Patienten der damaligen Heil- und Pflegeanstalt Eglfing-Haar, des
heutigen kbo-Isar-Amper-Klinikums Region München, in die Tötungsanstalt Grafeneck. Am selben Tag wurden sie ermordet. Dieser Transport war zudem der Auftakt eines hunderttausendfachen Mordes an psychiatrischen Patient*innen im gesamten „Reich“, ca. 200.000 Menschen fielen dem verbrecherischen und mörderischen System zum Opfer.

In den Jahren 1940 – 1945 sind durch Deportationen in die Tötungsanstalten Grafeneck und Hartheim (Österreich), aber auch vor Ort in der damaligen Heil- und Pflegeanstalt Eglfing-Haar ca. 4000 Patientinnen und Patienten, darunter Kinder und Erwachsene, ermordet worden: infolge des „Hungerkost“-Erlasses, durch gezielte Vernachlässigung und aktive Tötung. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Klinik haben selbst zu diesen Verbrechen beigetragen oder sie durch „Wegsehen“ und Unterlassen mit ermöglicht.

In diesem Jahr ist aufgrund der Covid-19-Pandemie keine Gedenkveranstaltung in Präsenz möglich. Das kbo-Isar-Amper-Klinikum
lädt alle Interessierten ein, an einer digitalen Gedenkveranstaltung teilzunehmen.

Auf der Homepage des Klinikums (www.kbo-iak.de) finden Sie ab dem 17.1.2022 den entsprechenden Link zur Gedenkveranstaltung.
Im Nachgang wird die Aufzeichnung zudem auf der Homepage zu sehen sein.

Call for Abstracts eröffnet

Lernwelten Logo orange

 
Der Kongress Lernwelten findet 2022 nach einer Corona-bedingten Auszeit wieder statt! Veranstaltungsort ist das Bildungszentrum XUND in Luzern. Lernwelten wird als „Flipped Congress“ durch eine Online Preconference sowie eine begleitende Hybridveranstaltung durchgeführt. Workshops am Kongressort dienen der Vernetzung, dem Diskurs und enthalten kollaborative Arbeitsformen. Notieren Sie sich bereits jetzt den Kongresstermin 2022! 
Wir freuen uns auf Ihren Besuch!


29. und 30. September 2022: XUND Bildungszentrum, Luzern

Bildung durch Begegnung. Begegnungen in der Ausbildung der Gesundheitsberufe

Lernwelten: Der Praxiskongress für die Wissenschaft und der Wissenschaftskongress für die Praxis in der gesundheitsberuflichen Bildung. Lernwelten ist der deutschsprachige Kongress für die Geschichte der Gesundheitsberufe. Er versteht sich als Ort, an dem sich Akteur*innen aus Wissenschaft und Bildungspraxis austauschen und Netzwerke bilden können. Lernwelten ist ein „Mitmachkongress“ der die Aktivität und Partizipation der Teilnehmer*innen in den Mittelpunkt stellt. Er nimmt in den Kongressformaten neueste Trends auf und leistet dadurch einen Beitrag an der Entstehung und Entwicklung von Innovationen. Zentral ist der Nutzen für das Berufsfeld der Akteur*innen in der Geschichte der Gesundheitsberufe.

Das Thema des Lernweltenkongresses 2022 „Bildung durch Begegnung“ verweist über Landesgrenzen hinaus auf gesellschaftliche Herausforderungen der letzten Jahre. Der Lernweltenkongress hat es sich zur Aufgabe gemacht, als ein wichtiger Akteur der Geschichte der Gesundheitsberufe, eine reflektierende Position einzunehmen. Das Thema „Bildung durch Begegnung“ ist sehr bewusst gewählt und soll verschiedene miteinander verschränkte Dimensionen abbilden: personale, institutionelle, gesellschaftlich-normative und professionstheoretische Dimensionen. Spannungsreiche Begegnungen in der beruflichen Bildung der Gesundheitsberufe finden sich im Kontakt
  • zwischen den Lernorten – Stichwort Lernwelten und Arbeitswelten,
  • zwischen dem schulischen und betrieblichen Bildungspersonal – Stichwort Lernortkooperation,
  • zwischen den verschiedenen Wissensformen – Stichwort Theorie-Praxis-Wissenstransfer,
  • in Präsenz- und Distanzunterricht – Stichwort analoges und digitales Lehren und Lernen,
  • in Politik und Bildung – Stichwort Neuordnung der Gesundheitsberufe in Hochsch
  • Fort- und Weiterbildung – Stichwort Ausbildung und Professionalisierung des schulischen und betrieblichen Bildungspersonals und 
  • in Wissenschaft und Gesellschaft – z. B. als Wissensentwicklung, -explosion, -zugänglichkeit insbesondere im Gesundheits- und Bildungsbereich.

Unter dem Thema „Bildung durch Begegnung“ können Erfahrungen, Projekte, Herausforderungen und Lösungsansätze auf dem Lernweltenkongress eingebracht und diskutiert werden, beispielsweise:
  • Wie begegnen sich die Personen an den Lernorten aktuell? Wie zeigen sich Spannungsfelder zwischen den Lern- undArbeitswelten und wie werden sie gestaltet?
  • Welche Bildungsmomente bedürfen der realen Begegnung? Was ist das Alleinstellungsmerkmal und die Relevanz von Präsenzunterricht im Vergleich zur Online-Lehre? Welche Herausforderungen ergeben sich für Lehrpersonen? Welche Herausforderungen ergeben sich für Lernende? Was können wir digital lehren, wann braucht Pflegelehre Begegnung?
  • Wie begegnen sich die Angehörigen der Gesundheitsberufe aktuell? Was genau kennzeichnet das Neue?
  • Inwiefern hat die Corona-Pandemie die strukturelle Erwartungshaltung an Bildung verändert?
  • Welche (wissenschafts-)politischen Fragestellungen stehen im Vordergrund? Wie lässt sich „Bildung durch Begegnung“ in Professionstheorie und Bildungspraxis konzipieren?
Lernwelten wird als „Flipped Congress“ durch eine Online-Preconference sowie eine begleitende Hybridveranstaltung durchgeführt. Workshops am Kongressort dienen der Vernetzung, dem Diskurs und enthalten kollaborative Arbeitsformen. Beiträge können im Rahmen des Call for Abstracts in folgenden Formaten eingereicht werden:
  1. als Präsenzworkshop (evtl. mit vor- oder nachbereitendem Onlinevortrag) im Umfang von 90 Minuten
  2. als Kurzbeitrag im Markt der Möglichkeiten
  3. als  Webinar über die Online-Lernplattform
  4. als Poster im Rahmen der Posterausstellung und Begehung (inkl. 5-minütigem Kurzvortrag)
Andere neue Formate sind nach Rücksprache sehr erwünscht und willkommen!
Beiträge können bis 30.03.2022 ausschließlich online über die Website www.lernwelten.info/abstracts eingereicht werden. Dort finden Sie weitere Informationen zu den Beteiligungsformen. Der wissenschaftliche Vorstand des Kongresses entscheidet über die Annahme des Beitrags. Das Kongressprogramm erscheint am 02.05.2022.