Call for Papers: Das Bild der Pflege in den Medien im Laufe der Zeit

call for papers geschichte der gesundheitsberufe 2 2023Die Medien haben in den letzten Jahrzehnten zunehmend die Wahrnehmung der einzelnen Berufe in der Gesellschaft beeinflusst und geprägt. Mediale Darstellungen haben nicht nur Einfluss auf die Wahrnehmung der Berufe in der allgemeinen Bevölkerung, sondern auch auf diejenigen, die sich für eine Tätigkeit in diesen Berufszweigen interessieren.

Man merkt den Darstellungen in Printmedien, Filmen, Podcasts und sozialen Medien an, dass die Urheber*innen selbst nicht über vertiefte Kenntnisse dieser Berufe verfügen und nur bedingt daran interessiert sind, ein objektives Bild zu zeichnen. Oftmals sind sie traditionellen Rollen- und Geschlechtsbildern verhaftet und reproduzieren diese durch die Art der Darstellung.

Die Zeitschrift „Geschichte der Gesundheitsberufe“ möchte sich in der  Schwerpunktausgabe 2/2023 mit dieser Thematik beschäftigen und einen kritischen Blick darauf werfen, wie Pflege- und Gesundheitsberufe medial dargestellt wurden und werden. Beiträge können bis 1.8.2023 zu folgenden Themen eingereicht werden:

  • Das Bild der Gesundheitsberufe gestern und heute
  • Aspekte der öffentlichen Wahrnehmung der Gesundheitsberufe
  • Intention der medialen Darstellung in besonderen Situationen (z. B. Krieg, Krisenzeiten, Corona)
  • Rollenzuweisungen und Rollendominanzen
  • Mediale Selbstdarstellung der Berufe gestern und heute

Beiträge können als Fachartikel, Positionspapier, Buchrezension oder Monographie eingereicht werden. Sie sollten 15 Seiten A4 nicht überschreiten. Alle Manuskripte werden durch das Gutachtergremium der Zeitschrift bewertet. Weitere Informationen zu den Autor*innen-Richtlinien sowie zur Einreichung sind unter www.geschichte-der-gesundheitsberufe.info abrufbar.

Manuskripte können unter www.hpsmedia-verlag.de/manuskriptzentrale eingereicht und eingesehen werden.

Allgäuer Wanderausstellung: Ausbildung in der Pflege vor 75 Jahren

Allgäuer Wanderausstellung

Wie sah die Ausbildung vor 75 Jahren aus? Ab wann hat es die Ausbildung zur Pflegefachkraft gegeben? Diesen und weiteren Fragen sind die Azubis der Pflege Residenz Siloah in Wolfertschwenden nachgegangen und haben sich zum Thema „Ausbildung in der Pflege vor 75 Jahren“ ablichten lassen. Daraus ist ein Kalender und eine Wanderausstellung entstanden, die ab dem 5. Dezember bis zum 28. Februar in der Pflege Residenz Siloah zu sehen sein wird.

 

„Ausbildung in der Pflege vor 75 Jahren“ - Wie sah sie aus? Um eine Antwort auf diese Frage zu geben, entstanden schwarz/weiß-Aufnahmen von Azubis der Pflege Residenz Siloah in Wolfertschwenden, welche im Rahmen einer Wanderausstellung zunächst in Bayern präsentiert werden. Die Bilder werden textlich begleitet und erzählen, wie es früher war oder gewesen sein könnte. Aktuell gibt es dazu auch einen Jahreskalender 2023 mit Bildern vom Shooting.

Die Aktion erzählt die Geschichte der Ausbildung in der Pflege und zeigt dem Betrachter auf, dass die Ausbildung in der Pflege interessant und abwechslungsreich sein kann. Gerade in der heutigen Zeit eröffnen sich durch eine Ausbildung zur Pflegefachfrau/zum Pflegefachmann Perspektiven, um sich persönlich weiterzuentwickeln.

In Wolfertschwenden wird es am 7. Dezember um 18.30 Uhr eine Vernissage dazu geben. Bis zum 28. Februar kann die Ausstellung am Meierhof 1 besichtigt werden. Die Azubis werden für Fragen zur Ausbildung in der Pflege zur Verfügung stehen und von den eigenen Erfahrungen berichten.

Für die Azubis sei es „spielerisches“ Lernen gewesen, sagt Axel Deisting, Leiter der Alloheim Senioren-Residenz in Wolfertschwenden. "Die Ausbildung soll auch Spaß machen, denn auch komplexe Themen können so sehr gut näher gebracht werden."

Die Fotos wurden von Stefan Radinger aufgenommen (digital und analog mit einer Plattenkamera aus dem Jahre 1890), die Requisiten wurden u.a. vom Rot-Kreuz-Museum in Weißenhorn zur Verfügung gestellt. Die Aufnahmen wurden in Buxheim (Reitstall Epple) sowie in Kempten (BigBox) und dem Oberallgäu (Natur) gemacht.


 Foto: Azubis haben die Pflege vor 75 Jahren nachgestellt, daraus ist eine Wanderausstellung entstanden (Bildquelle: Stefan Radinger)

Quelle: https://www.allgaeuhit.de/Unterallgaeu-Wolfertschwenden-Allgaeuer-Wanderausstellung-Ausbildung-in-der-Pflege-vor-75Jahren-article10056796.html

Call for Papers: „Behindertenhilfe“ und „Anstalten“ im Wandel – Vom „Insassen“ zum Leistungsberechtigten

GdG Call 2 2022 anstalten insassen behindertenhilfeBis in die 60er Jahre war Pflege kein Beruf, sondern „Dienst am Alten und Kranken“, Einrichtungen verstanden sich als „Anstalten“ und so genannte Irrenanstalten dienten dem Wegsperren. Dies änderte sich – viel zu langsam – erst in den letzten 50 Jahren.
Spätestens seit der Einführung der ICF (Internationale Klassifikation der Funktionsfähigkeit, Behinderung und Gesundheit) durch die WHO im Jahr 2001 ist international deutlich geworden, dass es einen anderen Blick auf Menschen mit Einschränkungen gibt. Gut so!
Sprachlich merken wir die Veränderung daran, dass die früheren „Anstalten“ z. B. in „Stiftungen“ umbenannt wurden. Und auch gesetzlich hat sich viel getan: So wurde den ehemaligen, eher schwach dargestellten „Hilfebedürftigen“ gesetzlich mehr und mehr die starke Rolle der „Leistungsberechtigten“ zugeschrieben. Die Rolle der Pflegenden und der Gesundheitsberufe hat sich damit einhergehend grundlegend verändert.
Mit dem Schwerpunktthema „Pflege und Anstalten im Wandel“ möchten wir einen klaren Blick auf genau diese Veränderungen werfen. Wir möchten die Geschichte würdigen – aber nicht romantisch verklären – und das nicht nur im Hinblick auf die Betroffenen und die Institutionen – sondern insbesondere auch im Hinblick auf die Gesundheitsprofessionellen. Wir möchten die Wurzeln der Berufe konstruktiv kritisch betrachten und in ihren Auswirkungen auf das Heute darstellen. Wie haben sich die einzelnen beruflichen Rollen gewandelt – und wie spielen sie strukturell heute zusammen? Wie wurden früher gesundheitliche Versorgungsbedarfe und Versorgungsansprüche beantwortet – und wie ist es heute? 

Beiträge können bis zum 1.4.2023 zu folgenden Themen eingereicht werden:

  • Wie hat sich die Rolle der Nutzer*innen des Gesundheitssystems verändert?
  • Wie haben sich die Rollen der Gesundheitsprofessionellen auf diese Veränderungen eingestellt?
  • Welche neuen Ausbildungen und Berufsbilder sind entstanden?
  • Welche Bedeutungen / Auswirkungen habe diese Veränderungen für das Zusammenspiel der Gesundheitsprofessionellen?

Beiträge können als Fachartikel eingereicht werden und sollten 15 Seiten (DIN-A4) nicht überschreiten. Positionspapiere oder Buchrezensionen u. Ä. sind ebenfalls sehr willkommen.
Alle Manuskripte werden durch die Redaktion der Zeitschrift bewertet. Weitere Informationen zu den Autor*innen-Richtlinien sowie zur Einreichung sind unter www.geschichte-der-gesundheitsberufe.info abrufbar.

Manuskriptzentrale
Manuskripte können unter www.hpsmedia-verlag.de/manuskriptzentrale eingereicht und eingesehen werden.